Moldenhauer             Die Gartenprofis
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Pflegerückschnitt

Bei Pflanzen, die am „einjährigen“ Holz blühen.

Beispiel ist hier Buddleia (Sommerflieder), Caryopteris (Bartblume) und auch Hydrangea-Arten (Rispenhortensie)

Die oben genannten Pflanzen fangen im Frühjahr mit ihrem Austrieb an, bilden Blätter und Trieb aus, um dann erst die Blütenansätze zu bilden, meist erst ab Mai/ Juni.

Deswegen nennt man diese Gruppe auch „Spätsommerblüher“

Diese Gruppe kann (muss) man demzufolge auch im zeitigen Frühjahr (Februar, März) teilweise stark zurückschneiden

Bei Pflanzen, die am „mehrjährigen“ Holz blühen.

Beispiel ist hier Forsythia (Goldglöckchen), Syringa (Edelflieder)

Diese Gruppe würde bei einem Frühjahrsschnitt im Schnittjahr nicht blühen, da durch den Schnitt alle Blühansätze entnommen wurden. Bei dieser Gruppe empfiehlt sich ein Schnitt nach der Blüte.

Obstbaumschnitt

Bei den meisten Obstgehölzen müssen obige Punkte auch berücksichtigt werden, aber andere Faktoren spielen eine ebenso wichtige Rolle.

Ein Obstgehölze muss „luftig“ geschnitten sein, die alten Gärtner sagten, man müsse „einen Hut durch den Baum werfen können“. Das beschreibt das Ziel des Schnittes sehr gut.

Des Weiteren soll die „ Fruchtwaage“ durch den Schnitt hergestellt werden. Fruchtwaage beschreibt an sich die Symmetrie des Baumes, also einseitige Neigungen sollten korrigiert werden.

Heckenschnitt

Beim Heckenschnitt muss man die Brutzeit berücksichtigen, die besagt das Hecken und heckenartige Sträucher in der Zeit vom 1.3. bis zum 31.10. nicht in ihrer Form stark verändert werden können. Nach bisheriger Auslegung ist es allerdings gestattet die bisherige Form der Hecke nachzuschneiden auch außerhalb der o.g. zeitlichen Einschränkung. Grundsätzlich ist der Heckenschnitt von der persönlichen Maßgabe des Heckenbesitzers abhängig, d.h. wie „akkurat“ muss die Hecke übers Jahr aussehen. Beim einmaligen Heckenschnitt empfehlen wir als Zeitraum Mai/ Juni, dann ist der erste Trieb kurz vor dem Ende und der „Johannistrieb“ ist schon im Gange.

Bei jährlich zweimaligem Schnitt empfiehlt sich der Mai (während des Triebes) und der September ( nach Triebabschluß).

Eine „Brutkontrolle“ ist immer zwingend vor dem Schneidbeginn durchzuführen.

Staudenschnitt

Beim Staudenschnitt muss man unterscheiden zwischen immergrünen Stauden, da lichtet man ein wenig aus, oder Stauden die komplett abwelken und im Wurzelstock überwintern.

Bei beiden empfehlen wir den Schnitt im März/April. Nach unserem Verständnis würde die „Natur“ sich nicht vor dem Frost (im Herbst) geschweige denn in der Frostperiode des natürlichen Frostschutzes berauben. Das abgewelkte Laub dient so als natürlicher Frostschutz.


 
 
 
 
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